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Nettomietrendite berechnen

Die Nettomietrendite zieht ab, was die Bruttomietrendite verschweigt: Kaufnebenkosten und laufende Kosten. Wähle dein Bundesland, der Rechner setzt die Grunderwerbsteuer selbst an und zeigt jede Zeile der Rechnung.

Deine Zahlen

Vorbelegt mit einem Beispiel. Überschreib die Werte mit deinen Zahlen, das Ergebnis rechnet sofort mit.

€
ohne Kaufnebenkosten
€
Nettokaltmiete ohne Betriebskosten
bestimmt die Grunderwerbsteuer
€
Verwaltervergütung (WEG-Verwalter, ggf. Sondereigentumsverwaltung), ohne Rücklage
€
Zuführung laut Wirtschaftsplan plus eigene Reserve, Faustregel 10 € je m² und Jahr
%
üblich 1,5 % des Kaufpreises
%
üblich 3,57 %, provisionsfrei 0
%
Prozent der Jahreskaltmiete, üblich 2 %
Optional
€
Renovierung vor Vermietung, Gutachten
Optional
m²
für Miete und Kaufpreis je m²

Dein Ergebnis

Nettomietrendite

3,28 %

Einordnung

mittel

2,5 bis unter 4 % netto ist die übliche Spanne für gepflegten Bestand und Neubau in gefragten Lagen.

Zum Vergleich: Bruttomietrendite
4,08 %
Kaufpreisfaktor
24,5

Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer (3,5 %)

8.750 €

Notar und Grundbuch (1,5 %)

3.750 €

Maklerprovision (3,57 %)

8.925 €

Kaufnebenkosten gesamt

8,57 % des Kaufpreises
21.425 €

Gesamtinvestition

271.425 €

Laufende Kosten je Jahr

Jahreskaltmiete

10.200,00 €

Verwaltung

− 360 €

Instandhaltungsrücklage

− 720 €

Mietausfallwagnis (2,0 %)

− 204 €

Reinertrag

8.916 €

Der Link enthält deine Eingaben. Wer ihn öffnet, sieht genau diese Rechnung.

Alle Werte sind Orientierungswerte und ersetzen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Zinsen, Tilgung und Steuern sind nicht enthalten. Grunderwerbsteuer je Bundesland, Stand 01.07.2025.

Was ist die Nettomietrendite?

Die Nettomietrendite zeigt, wie viel vom Mietertrag nach Abzug der laufenden, nicht umlagefähigen Kosten im Verhältnis zum gesamten eingesetzten Kapital bleibt. Anders als die Bruttomietrendite rechnet sie die Kaufnebenkosten zum Kaufpreis dazu und zieht Verwaltung, Rücklage und Mietausfall von der Miete ab.

Damit ist sie die Kennzahl für die Kaufentscheidung: Sie beschreibt das Objekt selbst, unabhängig davon, wie du es finanzierst und welchen Steuersatz du hast.

Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Welche Kaufnebenkosten zählen

Die Kaufnebenkosten erhöhen dein eingesetztes Kapital, ohne die Miete zu erhöhen. In der Praxis sind es je nach Bundesland und Makler rund 5 bis 12 % des Kaufpreises, mit Makler meist 8 bis 12 %:

  • Grunderwerbsteuer: je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises. Der Rechner setzt den Satz deines Bundeslands automatisch ein, die Tabelle unten zeigt alle Sätze.
  • Notar und Grundbuch: zusammen rund 1,5 %.
  • Maklerprovision: Seit Dezember 2020 zahlt der Käufer einer Wohnung höchstens die Hälfte der Provision. Bei den üblichen 7,14 % sind das 3,57 %. Provisionsfrei bedeutet 0.
  • Weitere einmalige Kosten: Renovierung vor der ersten Vermietung, Gutachten, Küche. Trag sie unter „Weitere Annahmen“ ein.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

BundeslandSatz
Baden-Württemberg5,0 %
Bayern3,5 %
Berlin6,0 %
Brandenburg6,5 %
Bremen5,5 %
Hamburg5,5 %
Hessen6,0 %
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %
Niedersachsen5,0 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %
Rheinland-Pfalz5,0 %
Saarland6,5 %
Sachsen5,5 %
Sachsen-Anhalt5,0 %
Schleswig-Holstein6,5 %
Thüringen5,0 %
Grunderwerbsteuer je Bundesland, Stand 01.07.2025.

Welche laufenden Kosten du abziehst

Abgezogen wird nur, was bei dir hängen bleibt. Betriebskosten wie Heizung, Wasser oder Hausmeister legst du auf den Mieter um, sie gehören nicht in die Rechnung.

  • Verwaltung: die Vergütung des WEG-Verwalters, dazu eine eventuelle Sondereigentumsverwaltung, ohne die Rücklage. Meist 25 bis 35 € im Monat.
  • Instandhaltungsrücklage (seit 2020 im WEG-Gesetz Erhaltungsrücklage): die Zuführung laut Wirtschaftsplan, Faustregel 10 € je Quadratmeter und Jahr, bei Altbau mehr. Auch wenn die WEG eine Rücklage führt, plane für die Wohnung selbst zusätzlich.
  • Mietausfallwagnis: 2 % der Jahreskaltmiete decken Leerstand zwischen zwei Mietern und Zahlungsausfälle pauschal ab. So rechnet auch die Wertermittlung.

Nicht enthalten sind Zinsen und Tilgung. Die Nettomietrendite beschreibt das Objekt vor Finanzierung, damit du sie direkt mit deinem Darlehenszins vergleichen kannst.

Rechenbeispiel

Eine Wohnung in Bayern kostet 250.000 € und ist für 850 € Kaltmiete vermietet. Verwaltung 30 € und Rücklage 60 € im Monat, Mietausfallwagnis 2 %.

  1. Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer 3,5 % = 8.750 €, Notar und Grundbuch 1,5 % = 3.750 €, Makler 3,57 % = 8.925 €. Summe 21.425 €.
  2. Gesamtinvestition: 250.000 € + 21.425 € = 271.425 €
  3. Laufende Kosten je Jahr: Verwaltung 360 € + Rücklage 720 € + Mietausfall 204 € = 1.284 €
  4. Reinertrag: 10.200 € − 1.284 € = 8.916 €
  5. Nettomietrendite: 8.916 € ÷ 271.425 € × 100 = 3,28 %

Brutto hätte dieselbe Wohnung 4,08 % gebracht. Die Differenz von 0,8 Prozentpunkten ist der Preis der ehrlichen Rechnung, und genau diese Differenz entscheidet bei einer Finanzierung über Plus oder Minus.

Wie hoch sollte die Nettomietrendite sein?

  • Unter 2,5 %: Toplagen und Neubau. Das Objekt trägt sich bei den heutigen Zinsen meist nur über Wertsteigerung.
  • 2,5 bis 4 %: gepflegter Bestand und Neubau in gefragten Lagen. Die übliche Spanne.
  • 4 bis 6 %: ein guter Wert, meist außerhalb der Metropolen oder bei älterem Bestand.
  • Über 6 %: auffällig. Prüfe Mietansatz, Zustand und Lage, bevor du dich auf die Zahl verlässt.

Faustregel: Die Nettomietrendite sollte über dem Effektivzins deines Darlehens liegen. Liegt sie darunter, sinkt die Rendite auf dein Eigenkapital mit jedem finanzierten Euro, und du setzt stärker auf steigende Preise.

Brutto oder Netto: welche Zahl wann

Die Bruttomietrendite ist der Filter, die Nettomietrendite die Entscheidung. Beim ersten Blick auf ein Exposé genügt Brutto, weil du nur Kaufpreis und Miete kennst. Sobald ein Objekt in die engere Wahl kommt, holst du Hausgeldabrechnung, Bundesland und Zustand dazu und rechnest netto.

Erst danach lohnt der Blick auf Finanzierung und Cashflow: Was bleibt nach Zins und Tilgung jeden Monat übrig, und wie verzinst sich dein eingesetztes Eigenkapital.

Teile deine Rechnung: Der Link oben enthält alle Eingaben. Wer ihn öffnet, sieht dieselben Zeilen und kann sie mit eigenen Annahmen weiterrechnen.

Bruttomietrendite

Jahreskaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis – die schnelle Kennzahl für jedes Exposé.

Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler für dein Bundesland – und was du insgesamt aufbringen musst.

Häufige Fragen

Die Bruttomietrendite teilt nur die Jahreskaltmiete durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite rechnet die Kaufnebenkosten zum Kaufpreis dazu und zieht die laufenden Kosten ab, die du nicht auf den Mieter umlegen kannst: Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und Mietausfall. Sie liegt deshalb meist 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte unter der Bruttomietrendite und ist die Zahl für die Kaufentscheidung.

Grunderwerbsteuer je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises, Notar und Grundbuch zusammen rund 1,5 %, Maklerprovision als Käuferanteil üblicherweise 3,57 %. Dazu kommen einmalige Kosten wie eine Renovierung vor der ersten Vermietung. Insgesamt sind je nach Bundesland und Makler rund 5 bis 12 % des Kaufpreises realistisch, mit Makler meist 8 bis 12 %. Der Rechner setzt die Grunderwerbsteuer deines Bundeslands automatisch ein.

Nein. Das Hausgeld enthält Betriebskosten, die du über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umlegst, zum Beispiel Heizung, Wasser und Hausmeister. Abziehen musst du nur den Teil, der bei dir bleibt: die Vergütung des Verwalters und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Die Aufteilung steht im Wirtschaftsplan der Eigentümergemeinschaft. Trag beides getrennt ein: die Verwaltervergütung unter Verwaltung, die Rücklage in ihr eigenes Feld, damit nichts doppelt zählt.

Nein. Die Nettomietrendite beschreibt das Objekt vor Finanzierung und Steuern, damit du sie direkt mit dem Effektivzins deines Darlehens vergleichen kannst. Liegt sie über dem Zins, steigert jeder finanzierte Euro die Rendite auf dein Eigenkapital. Was nach Zins, Tilgung und Steuern jeden Monat übrig bleibt, zeigt erst eine Cashflow-Rechnung.

Nein. Die Rechner rechnen in deinem Browser, CIRO speichert deine Eingaben in keinem Konto und keiner Datenbank. Damit ein geteilter Link genau deine Rechnung zeigt, stehen die Eingaben in der Adresse des Links. Öffnet jemand den Link, ruft sein Browser die Seite mit dieser Adresse bei CIRO ab. Wie bei jeder Webseite steht die Adresse dann für begrenzte Zeit in den technischen Protokollen unseres Servers. Für Nutzungsstatistik und Fehleranalyse entfernen wir die Eingaben aus der Adresse. In Sitzungsaufzeichnungen, die nur mit deiner Einwilligung laufen, blenden wir den Rechner aus; die Adresse der Seite kann dort aber mit deinen Eingaben stehen.

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Mit CIRO erledigst du Mieteingänge, Nebenkostenabrechnung und Fristen an einem Ort: Du siehst, wann du frühestens eine Mieterhöhung verlangen kannst und bis wann eine Abrechnung beim Mieter sein muss, und buchst ohne Wochenendschicht. CIRO übernimmt die Routine, du triffst die Entscheidungen.

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