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Checkliste Wohnungsübergabe

Mit dieser kostenlosen Checkliste bereitest du die Wohnungsübergabe bei Einzug oder Auszug vor und vergisst nichts: Begehung, Zählerstände, Schlüssel und die Fristen danach. Du hakst direkt im Browser ab, ohne Konto.

Deine Angaben

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Vorbereitung

  • 14 Tage vor der Übergabe

    Bei Tageslicht und mit genug Zeit; rechne mit einer Stunde.

  • Räume, Zählernummern und Schlüssel schon vorher eintragen.

  • Beim Auszug vergleichst du mit dem Zustand beim Einzug.

  • Strom, Gas, Wasser und Heizkostenverteiler.

  • Datum und Uhrzeit sollten in den Fotos gespeichert sein.

  • Hilfreich, wenn du mit Streit rechnest.

Bei der Begehung

  • Wände, Decken, Böden, Türen, Fenster, Heizkörper und Sanitär.

  • Was, wo, wie groß. „Gebrauchsspuren“ allein hilft später niemandem.

  • Mit einem Gegenstand zum Größenvergleich.

  • Öffnen, schließen, abschließen.

  • Stand und Zählernummer ins Protokoll.

  • Jede Art mit Anzahl, bei Schließanlagen mit Nummer.

Nach dem Auszug

  • Für die Betriebskosten- und die Kautionsabrechnung.

  • Bei Heizkostenverteilern über deinen Messdienst.

  • Schriftlich und angemessen, bevor du Kosten verlangst.

  • 6 Monate nach der Übergabe

    Sie verjähren sechs Monate nach der Rückgabe (§ 548 BGB).

  • 3 Monate nach der Übergabe

    In angemessener Frist, meist drei bis sechs Monate.

  • Zum Rechner Nebenkosten bei Mieterwechsel

Abschluss

  • Mindestens bis zur Abrechnung der Kaution, besser länger.

Rechtlicher Hinweis
Die Checklisten dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Fristen und Pflichten können im Einzelfall und je nach Bundesland abweichen.

Warum sich die Vorbereitung lohnt

Ein Übergabeprotokoll schreibt kein Gesetz vor, es ist aber dein wichtigster Beweis: Es hält fest, in welchem Zustand die Wohnung beim Einzug war und wie du sie beim Auszug zurückbekommst, welche Zählerstände galten und wie viele Schlüssel übergeben wurden. Ohne Protokoll kannst du kaum beweisen, ob ein Schaden schon beim Einzug da war.

Beim Auszug kommt hinzu: Was du hättest sehen können und nicht festhältst, kannst du später oft nicht mehr verlangen.

In welcher Reihenfolge die Übergabe abläuft

Eine Wohnungsübergabe läuft in sechs Schritten: Termin vereinbaren, Protokoll vorbereiten, jeden Raum einzeln begehen, Zähler gemeinsam ablesen, Schlüssel zählen und am Ende von beiden Seiten unterschreiben lassen. Plane etwa eine Stunde ein und leg den Termin in die Zeit mit Tageslicht.

  1. Termin mit deinem Mieter vereinbaren und bei Bedarf einen Zeugen mitbringen, vor allem wenn du mit Streit rechnest.
  2. Protokoll vorbereiten: Räume, Zählernummern und Schlüssel vorher eintragen, beim Auszug das Einzugsprotokoll und den Mietvertrag mitnehmen.
  3. Raum für Raum begehen: Wände, Decken, Böden, Türen, Fenster, Heizkörper und Sanitär, dazu Keller, Dachboden, Garage und Balkon.
  4. Alle Zähler gemeinsam ablesen und Stand und Zählernummer eintragen: Strom, Gas, Wasser und Heizkostenverteiler.
  5. Schlüssel nach Art und Anzahl zählen, bei Schließanlagen mit Nummer.
  6. Protokoll von beiden Seiten unterschreiben lassen und jeder Seite ein Exemplar geben.

Wie du Mängel richtig festhältst

Einen Mangel hältst du so fest, dass ein Dritter ihn ohne dich wiederfindet: was, wo und wie groß, dazu ein Foto mit einem Gegenstand zum Größenvergleich, auf dem Datum und Uhrzeit gespeichert sind. „Gebrauchsspuren“ allein hilft später niemandem, weil niemand weiß, welche Spuren gemeint waren.

Prüf auch, was im Alltag nicht auffällt: Fenster und Türen öffnen, schließen und abschließen, und die Rauchwarnmelder testen.

Übergabe, Kaution und Mieterportal an einem Ort

In CIRO legst du das Mietverhältnis mit der Kaution an und lädst deinen Mieter per E-Mail ins Mieterportal ein, wo er Mietvertrag und Übergabeprotokoll findet. CIRO teilt die Kaution in drei Raten, achtet auf die Grenze von drei Nettokaltmieten und zeigt dir, welche Rate bezahlt, offen oder überfällig ist.

Mietvertrag und Übergabeprotokoll im Mieterportal

Kautionsraten mit Status bezahlt, offen oder überfällig

Beim Auszug: Übergabeprotokoll, Zählerstände und Kaution in einer Liste

Was nach dem Einzug zu tun ist

Nach dem Einzug stellst du innerhalb von zwei Wochen die Wohnungsgeberbestätigung aus (§ 19 BMG), prüfst den Eingang der Kaution und meldest die Zählerstände an Versorger und Messdienst. Ohne die Bestätigung kann sich dein Mieter nicht ummelden.

Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen, und dein Mieter darf sie in drei Monatsraten zahlen (§ 551 BGB). Die Grenze und die Fälligkeit der Raten rechnest du mit dem Mietkaution-Rechner aus. Gib außerdem die Hausordnung mit und lass Klingel- und Briefkastenschild anbringen.

Welche Fristen nach dem Auszug laufen

Nach dem Auszug läuft vor allem eine Frist: Ansprüche wegen Schäden an der Wohnung verjähren sechs Monate nach der Rückgabe (§ 548 BGB). Bevor du Kosten verlangst, setzt du deinem früheren Mieter schriftlich eine angemessene Frist zur Beseitigung.

Die Kaution rechnest du in angemessener Frist ab, meist nach drei bis sechs Monaten. Die oft genannten sechs Monate stammen aus der Verjährung, eine feste Rückzahlungsfrist ist das nicht.

Notier die neue Anschrift deines Mieters und veranlasse bei Heizkostenverteilern eine Zwischenablesung über deinen Messdienst; beim Nutzerwechsel ist sie Pflicht (§ 9b HeizkostenV). Die Nebenkosten des Abrechnungsjahres teilst du mit dem Rechner Nebenkosten bei Mieterwechsel tagesgenau auf.

Typische Fehler bei der Wohnungsübergabe

Die meisten Streitfälle nach einer Übergabe gehen auf wenige Fehler zurück, die sich mit Vorbereitung vermeiden lassen: zu wenig Licht, zu ungenaue Beschreibungen und Unterlagen, die nur eine Seite hat.

  • Übergabe am Abend bei Kunstlicht, sodass Flecken und Kratzer nicht auffallen.
  • Nur den Zählerstand notiert, ohne Zählernummer.
  • Keller, Dachboden, Garage oder Balkon vergessen.
  • Protokoll nicht unterschrieben oder ohne Exemplar für deinen Mieter.
  • Die sechs Monate nach § 548 BGB verstreichen lassen, während du auf Angebote von Handwerkern wartest.

Gehört die Übergabe zu einem Mieterwechsel, plant die Checkliste Mieterwechsel die Schritte davor und danach.

Weitere Checklisten

Alle Checklisten hakst du direkt im Browser ab, ohne Konto.

  • Kostenlos

    Mieterwechsel

    Von der Kündigung bis zum Einzug, mit Mietende nach § 573c BGB und allen Fristen.

  • Kostenlos

    Nebenkostenabrechnung

    Belege, Umlage, Heiz- und CO₂-Kosten und die Abrechnungsfrist.

  • Kostenlos

    Pflichten als Vermieter

    Rauchmelder, Legionellen, Winterdienst, Versicherung: was regelmäßig ansteht.

  • Kostenlos

    Erste Vermietung

    Nach dem Kauf: Grundbuch, Versicherung, WEG, übernommene Mieter.

  • Kostenlos

    Mieterauswahl

    Vom Inserat bis zum Vertrag, mit den Fragen, die du stellen darfst.

  • Kostenlos

    Mietrückstand

    Erinnern, mahnen, notfalls kündigen: Schritt für Schritt mit Fristen.

  • Kostenlos

    Mieterhöhung

    Sperrfrist, Kappungsgrenze und Schreiben für Vergleichs- und Indexmiete.

  • Kostenlos

    Steuererklärung (Anlage V)

    Einnahmen, Werbungskosten, Abschreibung und Abgabefrist.

Passend dazu

Rechner zum selben Thema – kostenlos und ohne Konto.

  • Kostenlos

    Nebenkosten bei Mieterwechsel

    Kosten tagesgenau auf alten und neuen Mieter aufteilen.

  • Kostenlos

    Mietkaution

    Höchstbetrag und Raten der Kaution nach § 551 BGB.

Häufige Fragen

Er muss nicht, sollte aber. Verweigert er die Unterschrift, notier das im Protokoll und nimm einen Zeugen dazu. Fotos mit Datum und Uhrzeit stützen deine Angaben zusätzlich.

Rechne mit etwa einer Stunde, bei größeren Wohnungen mit Keller und Garage mit mehr. Wer das Protokoll vorher vorbereitet, spart vor Ort Zeit.

Dann steht im Streit Aussage gegen Aussage. Du kannst kaum beweisen, ob ein Schaden schon beim Einzug da war oder erst während der Mietzeit entstanden ist.

Ersatzansprüche wegen Veränderung oder Verschlechterung der Wohnung verjähren sechs Monate nach der Rückgabe (§ 548 BGB). Plane Angebote und Fristsetzung so, dass du innerhalb dieser Zeit handelst.

In angemessener Frist nach dem Auszug, meist nach drei bis sechs Monaten. Die oft genannten sechs Monate stammen aus der Verjährung von Schadensersatzansprüchen; eine feste Rückzahlungsfrist ist das nicht.

Nichts. Du hakst sie direkt im Browser ab, ohne Konto, und kannst sie als PDF herunterladen, zum Beispiel zum Ausdrucken. Dein Stand bleibt in deinem Browser gespeichert.

Stand: 25.10.2026

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